Vom Un-Sinn des Neubeginns

Joa. War n bissken länger still hier, wonnich? Sagen wir mal so: das letzte Jahr war herausfordernd. „Jaja, für uns alle, hör ma auf rumzuheulen!“ wird der eine oder die andere jetzt sagen. Sicher, sicher. Aber, geneigte Leserschaft (falls da draußen noch ein Krümelchen Leserschaft übrig geblieben ist), es ist anders. Und es ist sogar so, dass der andere oder die eine sich denken mag „Jetzt übertreibt sie aber. So viele bekloppte Dinge können doch dem Frollein W. gar nicht passieren.“ Nun, lest und staunt.

Am Anfang des letzten Jahres stand großes Glück in den Sternen. Das Jahr begann mit meinem Jobwechsel, ein Sprung in sehr kalte Gewässer. Sozialtante im Altenheim, ein großes Wagnis, wie ich damals fand. Außerdem war die Hochzeit geplant für einen schönen Tag im Februar, und ich fühlte mich geliebt, angekommen und angenommen. Meine Seele jubilierte außerdem, weil sich endlich mein großer Traum von einem eigenen Garten erfüllte. Ein Schrebergarten in der schönsten Anlage der Stadt, wie ich fand. Meine Eltern waren gesund, mein Freundeskreis groß. Es war fast zu perfekt, dachte mein Bauchgefühl. Aber warum sollte es auch nicht mal perfekt sein, dachte mein Kopf.

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Du weißt ja gar nicht, was du verpasst! Die bizarre Welt der Fleischlosigkeit.

Ich bin jetzt in Woche 7 der fleischlosen Ernährung. Ich sage das mit Absicht so, denn noch möchte ich mich noch nicht mit dem Label „Vegetarierin“ versehen. Fakt ist, ich esse gerade kein Fleisch. Und ich wusste zwar, dass viele Menschen meinen, sich dazu äußern zu müssen, aber wie bizarr das Ganze sein kann, hatte ich nicht erwartet. Weiterlesen

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SZT, KMT – olé, olé! Rückenmark, was ein Quark!

So, nach dieser laienhaft gerappten Überschrift habe ich vielleicht die Aufmerksamkeit des Einen oder der Anderen 🙂 Vor einigen Tagen kontaktierte mich meine Freundin, die ich schon seit Kindertagen (also seit Kurzem) kenne. Wir haben beide Familienangehörige durch Krebs verloren und somit sicher ein gemeinsames Thema. Jenny berichtete mir, dass ihr Mann sich vor einigen Jahren als Knochenmarkspender hat registrieren lassen und heute tatsächlich seine Stammzellen hat spenden können. Das ist natürlich eine richtig aufregende Geschichte! Wir tauschten uns darüber aus, wie erschreckend wenige Menschen bei der DKMS oder anderen Organisationen registriert sind. Und dabei ist das alles so einfach, und man kann eventuell ein Leben retten!

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Umgang mit Trauernden: weniger ist mal wieder manchmal mehr!

Heute hatte ich mal wieder ein Tagesseminar im Rahmen der Ausbildung zur ehrenamtlichen Hospizbegleiterin. Thema heute war „Trauer“. Dabei ging es nur peripher um unsere eigene Trauer, aber hauptsächlich um die Trauerbegleitung und den Umgang mit Trauernden. Es war eine wunderbare Seminareinheit, die mir so viele Ideen und Einsichten gegeben hat, dass ich sie hier noch gar nicht formulieren kann. Die wichtigste Botschaft war aber einmal mehr: akzeptiere jede Art zu trauern. Gib nicht vor, wie jemand trauern soll. Sag niemandem, er solle jetzt doch endlich mal weinen, und sag auch niemandem, sie solle aufhören zu weinen. Solange es nicht den Anschein macht, dass jemand wirklich feststeckt, lass ihn um Himmels Willen trauern, wie es gerade kommt. Weiterlesen

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Biographien – das Außen und das Innen

Im Rahmen der Ausbildung zur Hospizbegleiterin haben wir an einem Samstag jedes Monats eine 6stündige Seminareinheit. Diesen Samstag war das ausgeschriebene Thema „Biographie“; es ging also mal weniger um den Tod als um das Leben. Wir wussten nicht wirklich, was auf uns zukommen würde. Weiterlesen

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Wir müssen alle steeeerbeeen!

Mit meinem letzten Blogeintrag über das mehraktige Drama der Kinderlosigkeit habe ich mir scheinbar selber soviel Luft gemacht, dass ich vor lauter Schreck schon drei Monate hier nichts mehr geschrieben habe. Ich habe viele Reaktionen auf den Eintrag bekommen – häufig haben die Leser einfach fürchterlich gelacht. Weiterlesen

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Kinderlos – ein Drama in so vielen Akten

Ausgangssituation: Du hast keine Kinder. Ihr habt keine Kinder.

Szenario 1: Du verspürst keinen Kinderwunsch und kommunizierst das auch. Das ist der GAS (Größter anzunehmender Sündenfall).

Die sozialsystemorientierte Reaktion (mir interessanterweise vor allem von Männern begegnet): „Das ist unverantwortlich! Es ist deine gesellschaftliche Pflicht, Kinder zu bekommen! Paare, die sich gegen Kinder entscheiden, sollten weniger Rente bekommen! Schließlich zahlen MEINE Kinder EURE Rente! Du bist so egoistisch! “ – „Ist gut, Klaus. Ich zahle als kinderlose Frau sowieso schon mehr in die Pflegeversicherung. Ich vertrete dich oder deine Frau auch, wenn euer Engelchen mal wieder die neueste Epidemie angeschleppt hat oder die Nacht halt mal schlecht war und ihr einen Krankenschein habt. Das mache ich gerne, Klaus. Bitte kümmere dich jetzt mehr um deine Kinder und weniger um mich. Und danke an deine Kinder für meine Rente! Ich stehe tief in eurer Schuld! “

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Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein, DU HONK!

Bevor ich anfange – mach ma laut!

Neulich in diesem Internet, von dem alle sprechen. In der Facebook-Gruppe meiner kleinen Heimatstadt hatte jemand ein Video gepostet, das Schüler bei einer „Friday for future“-Kundgebung zeigte. Jugendliche protestieren also vor dem Rathaus dafür, dass der Klimawandel aufgehalten wird.

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Du da im Radio!

Ich habe mir ein Radio für mein Zimmer gekauft. Also, es ist natürlich ein CD-USB-sonstiger AUX-Kram-Gerät, aber das wichtigste für mich ist: es ist ein Radio! Und es ist pink, aber das ist nur ein verstörender Nebeneffekt. Jetzt mag das ja an sich nichts besonderes sein, sich so ein Gerät zu zulegen. Aber seit ich es endlich habe, ist mir klar, wie sehr mir das gefehlt hat!

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Dieses Ding zwischen den Jahren

Damals, wenn Omma oder Tanten (es waren eigentlich Großtanten, aber die Unterscheidung war deutlich, weil meine wirklichen Tanten mir bis heute Schläge androhen, wenn ich sie Tante nenne) von der Zeit zwischen den Jahren sprachen, habe ich mich meistens innerlich geschüttelt.

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